Aktuelle Nachrichten

Die erste Straße bestehend aus Solarmodulen wurde in Frankreich eröffnet. Die Teststrecke ist 1 km lang und soll zwei Jahre lang getestet werden um anschließend zu entscheiden, ob das Solarmodul-Straßennetz ausgebaut wird. Von der gewonnenen Energie des neuen ca. 2800 m² umfassenden Streckenabschnitts kann laut Herstellerangaben (http://www.wattwaybycolas.com/en/) die Straßenbeleuchtung in Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern sichergestellt werden. Da Straßen im Schnitt nur zu 10 % der Zeit von Fahrzeugen „bedeckt“ sind (http://www.wattwaybycolas.com/en/), können die Solarmodule in der restlichen freiliegenden Zeit die von der Sonne gelieferte Energie in elektrische Energie umwandeln. Die Effizienz der Solarmodule liegt im Vergleich zu herkömmlichen Modulen (20 %) jedoch nur bei 15 %, da sie im Gegensatz zu den üblichen Modulen flach verbaut sind, nicht schräg wie bspw. auf Dächern oder in Solarparks.
Die Kosten für den Bau betrugen ca. 5 Millionen Euro.
http://www.zeit.de/news/2016-12/22/frankreich-erste-solarstrasse-der-welt-in-frankreich-eingeweiht-22122406

Im letzten Beitrag wurde darüber berichtet, wie in Schweden die ersten Hybrid-Lkw getestet werden sollen. Unweit davon, nämlich in Norwegen, möchte man gleich die Autobahn neu erfinden und zwar in Form von Fahrrad-Autobahnen, wie die Huffington Post berichtet. Hierbei handelt es sich um 2-spurige Straßen, die ausschließlich zur Nutzung mit dem Fahrrad gedacht sind und die Vororte großer Städte mit dem Stadtzentrum verbinden sollen. Das Ziel ist dabei ganz klar: Die Reduzierung des Autoverkehrs auf Norwegens Straßen und damit einhergehend eine Erhöhung der Lebensqualität in Norwegens Großstädten. Das Projekt stellt dabei nur einen kleinen Teil des „National Transit Plan“ auf, der bis zum Jahr 2030 die Emission umwelt- und gesundheitsschädlicher Stoffe drastisch reduzieren soll.
http://www.huffingtonpost.de/2016/03/07/norwegen-hat-einen-verweg_n_9401482.html

In Schweden wurde die erste Autobahn mit Oberleitung eingeweiht. Auf einer Strecke von zwei Kilometern fahren die Hybrid-Lkw bei Storvik, nördlich von Stockholm, einspurig und bis zu 90 km/h schnell. Vor und nach der Strecke nutzen die Lkw den Verbrennungsmotor. Damit beginnt nun ein auf zwei Jahre ausgelegter Test, der zeigen soll, ob sich das System für den zukünftigen Transport per Lkw eignet. Die Idee ist allerdings nicht neu, bereits im Jahr 2014 gab es schon die ersten Test für eine derartige Technologie. Auch in den USA gibt es hierzu eine Teststrecke mit dem Ziel des nachhaltigeren Transports.

Initiiert wurde das Projekt in Schweden von Siemens in Zusammenarbeit mit dem Lkw-Hersteller Scania. „Der Hybrid ist der erste Schritt auf dem Weg zu elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, die eine immer wichtigere Rolle bei der Entwicklung des nachhaltigen Güterverkehrs spielen“, sagt Roland Edel, Technologiechef der Mobilitätssparte von Siemens, womit er durchaus richtig liegen dürfe. Bei all der Euphorie muss jedoch immer auch berücksichtigt werden, dass mit derartigen Systemen nur eine lokale Verringerung der Luftverschmutzung erreicht wird. Viel wichtiger ist es wo der Strom herkommt und wie er produziert wurde. Stammt der in die Oberleitungen eingespeiste Strom aus einem Kohlekraftwerk, so verlagert sich die Emission lediglich von der Straße zum Kraftwerk. Um bei der Technologie tatsächlich von Nachhaltigkeit sprechen zu können, muss der Strom selbst aus erneuerbaren Energien stammen, was bedeutet, dass der Ausbau des nachhaltigen Energien weiterhin vorangetrieben werden und damit das oberste Ziel bleiben muss. Auf die ersten Ergebnisse in etwa zwei Jahren darf man gespannt sein.
http://www.ingenieur.de/Branchen/Verkehr-Logistik-Transport/Siemens-testet-Hybrid-Lkw-Autobahn-Oberleitung

Die Arbeitsgeselleschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) setzt sich für Fußgänger und Fahrradfahrer im Straßenverkehr ein und hat im Jahre 2015 ein Video erstellt, das auf beeindruckende Art und Weise die Visionen der Arbeitsgesellschaft für eine nachhaltigere und menschenfreundlichere Stadt aufzeigt. Keine Frage, eine Verkehrsplanung, die diesem Konzept folgt, wäre ein Gewinn für alle Bewohner von Großstädten und würde die Lebensqualität in jeder Hinsicht steigern. Das Video gibt es hier zu sehen:
zum Video der AGFS

Die Idee der City-Logistik ist nicht neu, hat aber in den letzten Jahren eine wahre Renaissance erlebt. In Krefeld gibt es jetzt neue Ansätze, um ein City-Logistik Konzept umzusetzen. Auch wenn in den letzten Jahren in vielen Städten Deutschlands City-Logistik Konzepte scheiterten, werden dennoch immer wieder neue Anläufe unternommen in der Hoffnung, dass die Innenstädte vom Lieferverkehr entlastet werden können. Es bleibt also abzuwarten, ob die Stadt Krefeld die Sache tatsächlich angeht und ob sie von Erfolg gekrönt sein wird. Sicher ist, dass City-Logistik Konzepte für Abhilfe schaffen können, aber leider zu oft an der korrekten und gemeinsamen Umsetzung zwischen der Stadt und den angesiedelten Unternehmen scheitern. Weitere Infos zum Thema City-Logistik sind auch in den Literaturtipps zu finden.
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/neue-city-logistik-konzept-gegen-konflikte-mit-kurieren-aid-1.5822066

Die nachfolgenden Informationen sind zwar nicht neu, aber sehr schöne Beispiele welche Bedeutung eine nachhaltige Mobilität für jeden von uns hat. Außerdem sollten sie uns alle zum Nachdenken über nötige Veränderungen anregen. Auf www.zukunft-mobilitaet.net finden sich immer wieder sehr interessante Ergebnisse der Forschung. Besonders verweisen möchte ich auf die Studien zum wirtschaftlichen Nutzen des Radfahrens und die Problematik des zunehmenden Verkehrs in China. Die angesprochenen Artikel sind über diesen Link zum Radverkehr und diesen Link zur Verkehrsproblematik in China zu finden.

 

Berlin auf dem Vormarsch. Die neue Initiative „Volksentscheid Fahrrad“ will in Berlin die Attraktivität für das Fahrradfahren in der Stadt erhöhen.
http://www.focus.de/regional/berlin/verkehr-unterstuetzung-fuer-fahrrad-volksbegehren-waechst_id_5338965.html

Die Washington Post berichtet über Quebec City, die Stadt, die über die größte Fußgängerzone Nordamerikas verfügt. In einem fast 5-minütigen Video erhält man einen Einblick in die Stadt und darf dabei staunen, dass es sich hierbei um eine in Nordamerika liegende Stadt (genau genommen in Kanada) handelt. Zur Verteidigung Nordamerikas ist jedoch zu erwähnen, dass es vor allem in Kanada sehr viele nachhaltige Projekte gibt, auch in Großstädten wie Toronto, wo man immer mehr darum bemüht ist, den motorisierten Verkehr aus der Innenstadt zu verdrängen.
„Cars were never necessary in cities, and in many respects they worked against the fundamental purpose of cities: to bring many people together in a space where social, cultural and economic synergies could develop.“
https://www.washingtonpost.com/news/in-theory/wp/2016/02/29/the-car-century-was-a-mistake-its-time-to-move-on/

Wie wichtig eine nachhaltige Verkehrsplanung ist, wird derzeit in Stuttgart deutlich, wo am Wochenende bereits zum zweiten Mal im Jahr 2016 Feinstaubalarm herrschte:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.verkehr-in-stuttgart-staus-trotz-feinstaubalarm.d0aed8b3-42c7-4afd-83e3-20579bb9154b.html 

Erfreuliches tut sich momentan in Frankfurt. Wollen wir hoffen, dass es sich hierbei nicht nur um eine Wahlkampagne handelt, denn eine Umgestaltung der Berliner Straße würde ein echtes Zeichen setzen und zeigen, dass es selbst in Metropolen wie Frankfurt möglich ist, das Stadtbild durch Verdrängung eines Teils des Verkehrs aufzuwerten:
http://www.fr-online.de/frankfurt/verkehr-in-frankfurt-mehr-platz-fuer-fussgaenger,1472798,33861302.html

Advertisements

2 Gedanken zu “Aktuelle Nachrichten

  1. Sehr interessante Nachrichten! Ich verfolge deinen Blog, da die laufend aktualisierten Nachrichten kurz und prägnant sind und sich mal auf Themen außerhalb des Bild-Klatsches beziehen und vor allem eher sachlicher Natur sind. Bin auch Ingenieur in der Verkehrsplanung und kann deshalb die auf dem Blog vorgestellten Gedanken zur nachhaltigen Mobilität sehr gut nachvollziehen. Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt weiß nämlich, dass wir in naher Zukunft ein Problem auf den Straßen bekommen werden, wenn wir nichts ändern! Ich bin froh, in letzter Zeit immer mehr Blogs dieser Art vorzufinden, anscheinend kommt die Thematik langsam in der Gesellschaft an.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s