Verkehr im Alltag

Das Thema des Verkehrswesens ist hochkomplex und betrifft jeden von uns. Leider wird in diesem Zusammenhang oft nur auf den Autoverkehr eingegangen, was verständlich ist. Oder wurden in der Politik schon einmal Themen wie die Radinfrastruktur oder Fußgängerwege an die Öffentlichkeit getragen? Wenn ja, dann viel zu selten. Gleiches gilt für den Öffentlichen Personennahverkehr, der heute einen unverzichtbaren Teil einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur in jeder größeren Stadt aber auch in ländlicher Gegend darstellt. Auch diese Themen hängen mit dem Verkehrswesen zusammen und ohne die Verkehrsplanung würden wir auch heute noch auf unasphaltierten Wegen laufen und an roten Ampeln stehen, die uns den letzten Nerv rauben, weil sie nicht an die individuellen Verkehrsbelastungen (und auch da ist die Rede sowohl von Kraftfahrzeugen als auch von Fußgängern und dem ÖPNV) angepasst sind. Klar, auch heute gibt es noch viele Ärgernisse über Ampeln, die angeblich viel zu lange auf rot stehen. Fakt ist jedoch, dass wir in Deutschland über eine im internationalen Vergleich sehr gute Infrastruktur verfügen, bei der die Prozesse auf den Straßen zum Großteil optimiert und technisch individuell gesteuert sind. Wenn man also an einer roten Ampel steht und „zu lange“ wartet, dann hat das einen Grund, der in der Regel darin liegt, dass mindestens ein anderer im Konflikt stehender Verkehrsstrom mehr Grünzeit benötigt, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Somit ist es hier wie so oft im Leben: Es kommt auf die Perspektive des Betrachters an, ob er sich gerecht behandelt fühlt. Der an der roten Ampel stehende Fußgänger regt sich über die lange Wartezeit auf. Der im Auto sitzende Autofahrer ist froh über seine grün leuchtende Ampel. Vertauscht man die Rollen, vertauschen sich auch die Gemüter.

An diesem Beispiel ist ganz klar zu erkennen. Das Verkehrswesen besteht aus mehr, als nur der reinen technischen Verkehrsplanung. Die soziale Komponente, der Mensch, spielt dabei eine wichtige Rolle, denn er ist es, der den Verkehr verursacht und am Verkehr teilnimmt. Es bringt letztendlich nichts, einen umwegigen Fußgängerweg zu bauen (es seidenn man befindet sich in einem japanischen Garten), wenn von vornherein klar sein wird, dass die Fußgänger abkürzen werden. Denn wer von uns läuft, wenn er zu Fuß unterwegs ist, einen Umweg? Ignoriert man den Faktor Mensch bei der Planung, so wirkt man dem Ziel der Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr entgegen und sorgt im schlimmsten Fall für neue Gefahren.

Auf dieser Webseite soll deshalb für jeden Bürger ein Verständnis für die Verkehrsplanung und das was sich auf unseren Straßen abspielt, entwickelt werden. Es werden sowohl aktuelle Themen behandelt als auch allgemeine Informationen zu den Themen Verkehr, Mobilität und Logistik aufgegriffen und Stellung dazu bezogen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s